Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund,
um Ihnen unsere Geschichte zu erzählen, müssen wir ein wenig weiter ausholen.
Der Förderverein Tierhilfe HOFFNUNG - Hilfe für Tiere in Not e.V. ist eine völlig selbstlos arbeitende, gemeinnützige Tierschutzorganisation und finanziert seine Tierschutzarbeit ausschliesslich aus eingehenden Spenden.
Seit April 2001 hat sich dieser Verein vorwiegend der Rettung der in Rumänien überall brutal verfolgten und vom grausamsten Tod bedrohten, unglückseligen Straßenhunde verschrieben.
Das Tierheim, nachfolglich die SMEURA genannt, in Pitesti (ca.120 km von Bukarest entfernt) ist so groß wie die Not und Verzweiflung der Tiere selbst.
Es ist mit seinen derzeit etwa 3000 Straßenhunden, laut Guinness-Buch der Rekorde, das größte Tierheim der Welt!
Dort werden die Tiere gefüttert, medizinisch versorgt, entwurmt, geimpft, tätowiert und gechippt.
Es konnten inzwischen Auslaufgehege gebaut und vielen von ihnen außerhab von Rumänien eine freundliche Zukunft ermöglicht werden.
Auf diese Weise wurden inzwischen tausende von rumänischen Straßenhunden vor dem sicheren Tod bewahrt.
Die Geschichte von der Tierhilfe ERAL begann im Juni 2003, als ich (Gisela Bischof) mit meinem Sohn und dessen Freundin selbst in Rumänien war.
Wir wollten uns vor Ort ein Bild von diesem Tierheim machen, das ja ehemals eine Silberfuchszuchtfarm mit Tausenden von Käfigen war. Immer wieder hörte man im Fernsehen oder in der Presse, dass die Hunde immer noch in diesen Käfigen säßen.
In Bukarest bei einer Bekannten die dort ein Tierheim hat, verabredeten wir uns mit Frau Langenkamp um die SMEURA zu besichtigen.
Wir fuhren also in dieses riesige Tierheim, in dem uns gewaltige Reihen von Blechdächern mit großen Ausläufen erwarteten, in denen pro Auslauf je 2 bis 10 Hunde untergebracht waren.
Auslaufreihen soweit das Auge reichte, eingerichtet mit Hundehütten, Liegeplätzen und Podesten. Saubere Ausläufe, gesunde und gut genährte Hunde waren zu sehen.
Wir wussten überhaupt nicht, wo wir hinsehen sollten.
Fuchskäfige fanden wir nur noch am Ende einer Blechdachreihe! Leer und zum Entsorgen übereinander gestapelt.
Wir waren überwältigt und sprachlos!
Das Zusammentreffen mit Ute Langenkamp hatten wir uns ganz anders vorgestellt.
Wir erwarteten eine starke, resolute Frau. Stattdessen begegnete uns eine ruhige, bescheidene Persönlichkeit, der wir dies alles gar nicht zugetraut hätten. Doch an dem gemessen, was diese Frau geleistet hat, beweist sie eine Stärke die nur wenige Menschen haben.
Die Lage in Rumänien hat uns sehr betroffen gemacht.
Tote Hunde auf den Straßen, verletzte Hunde die sich durch die Gassen quälen, weil niemand sich kümmert und immer den Tod durch die Hundefänger im Nacken.
Die eingefangenen Hunde müssen in den Todeslagern qualvoll sterben.
Wer dieses Leid gesehen hat und nach Deutschland zurückkommt, kann gar nicht anders als etwas dazu beitragen, wenigstens an einigen dieser "wunderbaren" Geschöpfe, das vom Menschen angerichtete Leid wieder gut zu machen und zu helfen.
So übernahmen wir immer wieder Hunde aus Rumänien um sie operieren zu lassen, zu füttern, zu pflegen und wenn möglich zu vermitteln.
Oft hatten wir, zusätzlich zu unseren eigenen Hunden, 10 - 15 Tiere zu versorgen.
Das konnten wir auf Dauer finanziell und auch von der Arbeit her alleine nicht schaffen.
Deshalb gründeten wir Ende 2004 unseren Verein:
ERAL - Ein Recht auf Leben - Hilfe für Hunde in Not e.V.
Jetzt haben wir ehrenamtliche Mitglieder, ohne die diese Arbeit nicht zu bewältigen wäre. Eingehende Spenden helfen uns, Operationen durchführen zu lassen oder Rollstühle für unsere Hunde zu kaufen.
Jetzt fragen Sie sich sicher wer wir eigentlich sind?
Wir sind eine fast normale Familie die Hunde liebt.
Wir versuchen ein wenig zu helfen und nehmen deshalb seit über 4 Jahren Hunde von Ute Langenkamp zum Pflegen oder Vermitteln bei uns auf.
Oft bekommen wir angefahrene, gelähmte oder behinderte Hunde, denen wir, so gut wir können, auf die Beine helfen, ihnen beibringen mit ihren Behinderungen zu leben und Freude am Leben zu haben, so wie sie sind.
Jeder dieser Hunde liegt uns sehr am Herzen.
In Rumänien haben diese Hunde keine Zukunft, in Deutschland schon.




